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 Grafik Geschäftsbericht 2025

  

Geschäftsleitung

BERICHT DES VORSTANDS zum Geschäftsjahr 2025

Zahlen, Strategie und Ausblick: Erhalten Sie hier einen kompakten Überblick über das vergangene Geschäftsjahr.
  • Sehr geehrte Mitglieder, liebe Kunden und Geschäftspartner,

    mit der erfolgreichen Fusion zur VR Bank Starnberg-Zugspitze eG eröffnen wir im 135. Jahr unserer Geschichte ein neues Kapitel – und legen damit den Grundstein für eine vielversprechende Zukunft. Das Jahr 2025 stand dabei ganz im Zeichen des Wandels und der Weiterentwicklung, und auch die kommenden Jahre werden uns vor bedeutende Herausforderungen stellen.

    Diese strategisch richtungsweisende Entscheidung, die wir gemeinsam mit unseren Vertreterinnen und Vertretern getroffen haben, stärkt unser genossenschaftliches Institut nachhaltig. Durch die Fusion bündeln wir unsere Kräfte und festigen unsere Position in der Region langfristig.

    Durch die Fusion konnten wir nicht nur unsere Stärken vereinen, sondern auch unsere Position in der Region nachhaltig festigen. Das Wichtigste dabei: Wir für unsere rund 150.000 Kundinnen und Kunden in fünf Landkreisen präsent - mit 32 persönlich besetzten Filialen, 32 Selbstbedienungs-Standorten, telefonisch während unserer Servicezeiten sowie online rund um die Uhr. Diese Präsenz ermöglicht es uns, weiterhin nah an den Menschen zu sein und die genossenschaftlichen Werte, die uns seit jeher auszeichnen, flächendeckend in die Region zu tragen.

    Unsere Bank konnte im vergangenen Jahr eine gute wirtschaftliche Entwicklung verzeichnen. Mit einer Bilanzsumme von 5,6 Milliarden Euro und einem Gewinn von 4,9 Mio. Euro blicken wir auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Dieses Ergebnis ist nicht nur ein Beleg für die Stärke unserer Bank, sondern auch für das Vertrauen, das Sie uns entgegenbringen.

    Die Fusion hat uns zudem neue Möglichkeiten eröffnet, um den Herausforderungen der Zukunft noch besser begegnen zu können. Wir haben unsere Strukturen weiterentwickelt, um den großen Herausforderungen der Demografie, der Transformation zur Nachhaltigkeit und Technologisierung erfolgreich zu begegnen. Das macht uns zukunftsfähiger und schärft gleichzeitig unser genossenschaftliches Profil. Regionalität und unsere Mitglieder und Kunden bleiben dabei die zentralen Leitlinien unseres Handelns.

    Ein weiterer Meilenstein ist die Zertifizierung unseres Hauses nach den Richtlinien der Gemeinwohlökonomie. Diese Auszeichnung unterstreicht eindrucksvoll unser Engagement für Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und wirtschaftliche Fairness. Wir sind stolz darauf, als eine von nur zwei Banken in Bayern eine Vorreiterrolle hin zu einer nachhaltigeren Finanzwirtschaft einnehmen zu dürfen. Wir stellen uns als Unternehmen in der Region der Verantwortung gegenüber Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft und sind überzeugt, dass nachhaltiges und soziales Handeln eine unverzichtbare Grundlage für eine gute und zukunftsfähige Entwicklung darstellt.

    Unser besonderer Dank gilt Ihnen, unseren Vertreterinnen und Vertretern, die mit ihrer Unterstützung und ihrem Vertrauen maßgeblich dazu beigetragen haben, dass wir diesen Weg erfolgreich beschreiten konnten.

    Ebenso möchten wir uns bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken, die mit ihrem großen Engagement und ihrer Leidenschaft insbesondere im abgelaufenen, anspruchsvollen Jahr der Fusion dazu beigetragen haben, dass wir als Bank erfolgreich sind und unseren Kundinnen und Kunden ein verlässlicher Partner bleiben.

    Nicht zuletzt danken wir auch unserem Aufsichtsrat für die stets gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ihre Unterstützung und der umfassende Weitblick sind für uns von unschätzbarem Wert.

    Gemeinsam mit Ihnen allen blicken wir zuversichtlich in die Zukunft und freuen uns darauf, auch in den kommenden Jahren die Herausforderungen des Marktes anzunehmen und die Chancen zu nutzen, die sich uns bieten.

  • Thomas Vogl VorstandsvorsitzenderMartin Jocher Stv. VorstandsvorsitzenderCyrus Ahari VorstandKonrad Hallhuber VorstandStefan Hutter VorstandDr. Bernhard Benz

    Generalbevollmächtigter


Aufsichtsrat

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Transparenz und Kontrolle im Fokus: Der Aufsichtsrates beleuchtet hier die wichtigsten Themen und Entwicklungen des Jahres.
  • Durch den Zusammenschluss der VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG mit der VR-Bank Werdenfels eG hat sich die Genossenschaftsbank im Jahr 2025 als VR Bank Starnberg-Zugspitze eG für die Zukunft neu aufgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ausführlich mit der strategischen und wirtschaftlichen Ausrichtung des fusionierten Kreditinstituts befasst. Er hat dabei die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt und insbesondere seine Überwachungsfunktion mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

    Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit der Abschlussprüfer überwacht, insbesondere, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die erforderlichen Genehmigungen vor.

    Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden vom Vorstand regelmäßig umfas-send über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik, die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, das Risikomanagement sowie die wirtschaftliche Ertragsplanung der Bank unterrichtet. In insgesamt 6 gemeinsamen Sitzungen haben Aufsichtsrat und Vorstand sämt-liche unternehmensrelevante Fragen sowie die Umsetzung des Fusionsvorhabens intensiv erörtert. Zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle und Maßnahmen wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und einvernehmlich entschieden.

    Aufgrund der Größe und Struktur der Bank hat der Aufsichtsrat auf die Bildung gesetzlicher Ausschüsse verzichtet. Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat aber von den Bestimmungen der Satzung Gebrauch gemacht und innerhalb seines Gremiums einen Personalausschuss, einen Kreditausschuss und einen Bauausschuss gebildet.

    Der Personalausschuss tagte im Berichtsjahr dreimal. Wesentliche Themen bildeten die arbeitsvertraglichen Angelegenheiten der Vorstandsmitglieder, die anlassbezogene Eignungsbewertung der im Zuge der Fusion neu zu bestellenden Vorstandsmitglieder sowie die regelmäßig durchzuführende Bewertung des Gesamtvorstands. Aufgrund der Anwendbarkeit des Drittelbeteiligungsgesetzes hat der Personalausschuss ferner Vorschläge zur Festsetzung von Zielgrößen für den Frauenanteil in Vorstand und Aufsichtsrat erarbeitet.

    Der Bauausschuss trat im Berichtsjahr zweimal zusammen und erörterte alle laufenden und geplanten Baumaßnahmen der VR Bank.

    Der Kreditausschuss übernahm für den Gesamtaufsichtsrat die Mitwirkung bei der Gewährung zustimmungspflichtiger Kreditvergaben.

    In den gemeinsamen Sitzungen haben die jeweiligen Ausschussvorsitzenden den Gesamtaufsichtsrat ausführlich über ihre Arbeit und die gefassten Beschlüsse informiert.

    Der Aufsichtsratsvorsitzende, seine Stellvertreter und die Mitglieder der Ausschüsse standen auch außerhalb der turnusmäßig stattfindenden Sitzungen mit den Mitgliedern des Vor-stands in engem Kontakt, um sich über die Geschäftsvorfälle von zentraler Bedeutung sowie wichtige Einzelvorgänge zu informieren und auszutauschen. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung.

    Der Genossenschaftsverband Bayern e.V. hat den Jahresabschluss 2025, den Lagebericht, und die Ordnungsmäßig-keit der Geschäftsführung im Rahmen der gesetzlichen Prüfung geprüft. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Über das Ergebnis hat der Prüfungsverband in einer gemeinsamen Sitzung von Vorstand und Aufsichtsrat umfassend berichtet. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis gemäß § 58 Genossenschaftsgesetz ausführlich erörtert und gebilligt. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung gesondert berichtet.

    Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2025 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahres-überschusses zu beschließen.

    Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die vertrauensvolle und engagierte Zusammenarbeit.

    Besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im Fusionsjahr mit ihrem überdurchschnittlichen Einsatz die Grundlage für das reibungslose Gelingen des Zusammenschlusses und das gute Jahresergebnis gelegt haben. Durch gemeinsame Heimat verbunden und für die Zukunft vereint, sind sie Garant dafür, dass die VR Bank Starnberg-Zugspitze eG der nachhaltig solide Finanzpartner und Wirtschaftsförderer unserer Region bleibt.

    Unseren verehrten Mitgliedern, Kunden und Geschäftspartnern danken wir für die Treue und Ihr entgegengebrachtes Vertrauen in unsere Genossenschaftsbank. 

     

    Starnberg im Mai 2026

    Dr. Thomas Schulz Aufsichtsratsvorsitzender


Die Vorstände der VR Bank Starnberg-Zugspitze eG im Interview

  • Thomas Vogl

    „Eine Bank ist für mich dann menschlich, wenn sie in entscheidenden Momenten wirklich da ist - nicht mit Standardlösungen, sondern mit individuellem Zuhören, Orientierung und Verantwortung.“

    Portrait Thomas Vogl
  • Was war für Sie persönlich die größte Herausforderung im vergangenen Fusionsjahr?

    Die eigentliche Herausforderung war nicht die Fusion an sich – sondern aus zwei starken Häusern eine gemeinsame Haltung zu entwickeln. Strukturen lassen sich schnell verbinden. Entscheidend ist, wie wir denken, entscheiden und zusammenarbeiten. Mein Anspruch war von Anfang an klar: kein Nebeneinander, kein „alt“ und „neu“, sondern ein gemeinsames Verständnis – mit klaren Prioritäten und einem verbindlichen Führungsanspruch. 

  • Was macht eine Bank in Zukunft menschlich?

    Eine Bank ist für mich dann menschlich, wenn sie in entscheidenden Momenten wirklich da ist – nicht mit Standardlösungen, sondern mit individuellem Zuhören, Orientierung und Verantwortung. Je digitaler unsere Welt wird, desto wichtiger wird genau das: Menschen, die erreichbar sind, die Verständlichkeit schaffen und klare Entscheidungen treffen. Unsere Bank soll verbindlich, klar und nahbar wirken, so dass Kunden und Mitarbeitende spüren, dass wir ihre Situation verstehen, nicht nur Vorgänge bearbeiten.

  • Welche Eigenschaft hat Ihnen in Ihrem Berufsleben bisher am meisten geholfen?

    Am meisten geholfen hat mir die Fähigkeit, zuzuhören und daraus Klarheit zu gewinnen. Ich habe gelernt, unterschiedliche Perspek-tiven einzubeziehen und dennoch Entschei-dungen klar zu treffen. Ich erwarte auch von mir selbst, Verantwortung zu übernehmen und diese Entscheidungen transparent zu machen. Vertrauen entsteht für mich genauso: durch Klarheit, durch Verlässlichkeit – und indem man zu dem steht, was man entschieden hat. 

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  • Martin Jocher

    „Vertrauen entsteht für mich genauso: durch Klarheit, durch Verlässlichkeit - und indem man zu dem steht, was man entschieden hat.“

    Portrait Martin Jocher
  • Was hat Sie persönlich in den ersten Monaten der neuen VR Bank Starnberg-Zugspitze am meisten überrascht?

    Am meisten überrascht hat mich, wie deutlich sich die Unterschiede in den Details der Systeme und Abläufe gezeigt haben. Gleichzeitig war ich beeindruckt davon, wie pragmatisch und zielorientiert die Teams mit diesen Unterschieden umgehen.

     

     

  • Was macht eine Bank in Zukunft menschlich?

    Eine Bank ist heute und auch in Zukunft menschlich, wenn sie ihre Kunden ganzheitlich berät und dabei deren Lebenssituation sowie individuelle Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Ehrlichkeit, echtes Interesse am Wohlergehen der Kunden und eine wertschätzende finanzielle Begleitung – auch in schwierigen Zeiten – sind dabei entscheidend.

  • Was können junge Banker heute besser als Ihre Generation?

    Am meisten geholfen hat mir die Fähigkeit, zuzuhören und daraus Klarheit zu gewinnen. Ich habe gelernt, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und dennoch Entschei-dungen klar zu treffen. Ich erwarte auch von mir selbst, Verantwortung zu übernehmen und diese Entscheidungen transparent zu machen. Vertrauen entsteht für mich genauso: durch Klarheit, durch Verlässlichkeit – und indem man zu dem steht, was man entschieden hat. 

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  • Cyrus Ahari

    „Auf jeden Fall darf bei einer Neugründung ein klares und unverwechselbares Werteversprechen nicht fehlen.“

    Portrait Cyrus Ahari
  • Gibt es einen besonderen Moment aus dem Fusionsprozess, an den Sie noch gern zurückdenken?

    Besonders in Erinnerung geblieben ist mir vor allem die Einigkeit unter den Vorständen. Dieses starke Zusammengehörigkeitsgefühl hat für mich den gesamten Prozess geprägt. Ein weiteres Highlight war die Feier mit fast allen Mitarbeitenden auf der Zugspitze – das war wirklich ein einzigartiges Erlebnis und hat den Teamgeist gestärkt.

  • Wenn Sie morgen eine Bank neu gründen müssten - was dürfte auf keinen Fall fehlen?

    Auf jeden Fall darf bei einer Neugründung ein klares und unverwechselbares Werteversprechen nicht fehlen. Dieses Werteversprechen sollte für die Region, für die Mitglieder und für unsere Kunden gleichermaßen gelten und die Basis für unser Handeln und unsere Entscheidungen sein.

  • Wenn Sie Ihren Arbeitsalltag mit einem Songtitel beschreiben dürften - welcher wäre das und warum?

    Der Song ‚Ein Hoch auf uns‘ von Andreas Bourani beschreibt meinen Arbeitsalltag sehr passend. Er steht für das Miteinander und den Zusammenhalt – es geht um uns als Team. Gleichzeitig erinnert er daran, sich auf sich selbst zu fixieren und optimistisch nach vorne zu blicken. Für mich ist das ein Symbol für positives Denken und den Glauben daran, dass es immer weitergeht. 

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  • Konrad Hallhuber

    „Meine Erkenntnis: Es ist gar nicht so entscheidend, dass irgendwelche Planzahlen tatsächlich auch so eintreffen. Wichtiger ist die Fähigkeit, angemessen schnell auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren.“

    Portrait Konrad Hallhuber
  • Gab es während der Fusion einen lustigen oder ungewöhnlichen Moment, der Ihnen heute ein Schmunzeln entlockt?

    Was mich rückblickend schmunzeln lässt, ist die Kurzlebigkeit von Prognosen heute. In wochenlanger Arbeit haben wir rund 160 Seiten mit Konzepten, Berechnungen, Berichten und Gutachten erstellt – unter großem Zeitdruck kontrolliert und geprüft. Verstehen Sie mich nicht falsch, das war betriebswirtschaftlich und rechtlich notwendig, um die Fusion zu realisieren: Doch wenige Monate nach diesen detailreichen Prognosen war die Welt schon wieder eine andere, viele Planansätze wurden überholt. Selbst die „neue“ Planung wurde bald von aktuellen Ereignissen im Nahen Osten eingeholt. Die Häufigkeit und Volatilität der Veränderungen nehmen zu. Meine Erkenntnis: Es ist gar nicht so entscheidend, dass irgendwelche Planzahlen tatsächlich auch so eintreffen. Wichtiger ist die Fähigkeit, angemessen schnell auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren. 

  • Was macht eine Bank in Zukunft menschlich?

    Was eine Bank in Zukunft menschlich macht, ist für mich ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beruflicher Leistung und wertschätzendem Umgang. Eine Bank kann nur dann wirklich wertschät-zend handeln, wenn sie die dafür nötigen Mittel verdient hat. Unabhängig davon ist ein höflicher, respektvoller Umgang miteinander sowie gegenseitiges Verständnis für unterschied-liche Sichtweisen stets möglich und unerlässlich. 

  • Welche Schlagzeile über Sie würden Sie einmal gerne lesen?

    Ich bin seit 43 Jahren im Bankgeschäft und habe in dieser Zeit vor allem eines gelernt: Bei den Aufsichtsbehörden und in der Presse am besten immer unter dem Radar zu bleiben. Deshalb möchte ich ehrlich ge-sagt nie eine Schlagzeile über mich lesen. 

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  • Stefan Hutter

    „Wichtig ist für mich vor allem, dass künftig eher bestehende Regeln vereinfacht oder abgebaut werden, statt dass ständig neue hinzukommen.“

    Portrait Stefan Hutter
  • Was war für Sie persönlich die größte Herausforderung im vergangenen Fusionsjahr?

    Für mich persönlich war die größte Herausforderung im vergangenen Fusionsjahr das Loslassen – besonders im operativen Geschäft. Es fiel mir nicht leicht, mich aus vielen direkten Aufgaben zurückzuziehen, Verantwortung abzugeben und nicht mehr in jedem Detail involviert zu sein.

  • Welche Bankregel wird es in 10 Jahren nicht mehr geben?

    Welche Bankregel in zehn Jahren nicht mehr gelten wird, kann ich heute noch nicht sagen. Wichtig ist für mich vor allem, dass künftig eher bestehende Regeln vereinfacht oder abgebaut werden, statt dass ständig neue hinzukommen.

  • Wenn Sie Ihren Arbeitsalltag mit einem Songtitel beschreiben dürften - welcher wäre das und warum?

    Wenn ich meinen Arbeitsalltag mit einem Songtitel beschreiben dürfte, wäre es „Don’t Stop Me Now“ von Queen. Jeden Tag gehe ich mit voller Energie und Power an die Arbeit, immer mit dem Ziel, das Beste für unsere Kunden zu erreichen. Gleichzeitig ist es mir wichtig, dabei auch Spaß und Freude an meiner Tätigkeit zu haben. 

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  • Dr. Bernhard Benz

    „Die Region verbindet Lebensqualität mit wirtschaftlicher Stärke und einer vertrauten Gemeinschaft - eine ideale Basis für eine erfolgreiche Bank.“

    Portrait Dr. Bernhard Benz
  • Gab es während der Fusion einen ungewöhnlichen Moment, der Ihnen heute ein Schmunzeln entlockt?

    Spannend waren für mich tatsächlich die geheimen Treffen an wirklich ungewöhnlichen Orten, oft irgendwo im Nirgendwo außerhalb des Geschäftsgebietes. Dennoch haben diese Treffen eine Basis geschaffen und geholfen, konzentriert wichtige Entscheidungen vorzubereiten. In meinem Heimatort Krün wurde übrigens der wegweisende Aufsichtsratsbeschluss der Altbank Werdenfels eingetütet.

  • Wenn Sie morgen eine Bank neu gründen müssten - was dürfte auf keinen Fall fehlen?

    Wenn ich morgen eine Bank neu gründen müsste, dürfte ein Geschäftsgebiet zwischen Starnberg und Zugspitze nicht fehlen. Die Region verbindet Lebensqualität mit wirtschaftlicher Stärke und einer vertrauten Gemeinschaft – eine ideale Basis für eine erfolgreiche Bank. 

  • Welche Schlagzeile über Sie würden Sie gern einmal lesen?

    Gemeinsam zum Titel: Das Team der VR Bank Starnberg-Zugspitze krönt sich im Finale nach dem Elfmeterschießen zum bayernweiten Fußballmeister der GenoSommerspiele.

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Zahlen, Daten, Fakten

Grafik Zahlen
Grafik Zahlen II

Interviews mit dem Aufsichtsrat

Bild Markus Stegmann

Markus Stegmann

 

„Mir ist wichtig, die Zukunft unserer VR Bank aktiv, konstruktiv und im Sinne der Mitarbeitenden mitzugestalten.“

 

  • Seit wann sind Sie bei der VR Bank tätig und in welchem Bereich arbeiten Sie?

    Im September 2013 habe ich bei der VR Bank als Gewerbe- und Firmenkundenbetreuer begonnen. Danach war ich als Leiter Bauen&Wohnen tätig. Seit 2024 habe ich unseren neuen Bereich GenerationenBeratung gestartet.

  • Was hat Sie dazu motiviert, für den Aufsichtsrat zu kandidieren?

    Da ich ehrenamtliches Engagement sehr wichtig finde und dies auch lebe, musste ich nicht lange überlegen und habe kandidiert.

  • Was bedeutet es Ihnen persönlich, von den Mitarbeitenden in den Aufsichtsrat gewählt worden zu sein?

    Dieses Vertrauen unserer Kolleginnen und Kollegen bedeutet eine große Verantwortung für mich.

  • Welche Erfahrungen aus Ihrem beruflichen Alltag bringen Sie in das Gremium ein?

    Aufgrund meiner Tätigkeit im gesamten Geschäftsgebiet bin ich nah an Kolleginnen und Kollegen und unseren Kunden. Vor allem die strategische, langfristige Sichtweise will ich in das Gremium mitbringen.

  • Welche Themen möchten Sie besonders in den Aufsichtsrat einbringen?

    Arbeitgeberattraktivität, gutes Betriebsklima und Zukunftsthemen.

  • Was ist Ihnen für die Zukunft der VR Bank besonders wichtig?

    Die VR Bank ist genauso gut wie die Leis-tungen aller Mitarbeitenden. Sie sind das Gesicht der Bank vor Ort und in der Region. Produkte sind austauschbar.  Wir wollen die Bank langfristig sichern und zukunftsfähig machen.

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Bild Magdalena Schwäller

Magdalena Schwäller

„Für die Zukunft der VR Bank ist mir besonders wichtig, dass wir unsere genossenschaftlichen Werte weiterhin konsequent leben und stärken.“

  • Seit wann sind Sie bei der VR Bank tätig und in welchem Bereich arbeiten Sie?

    Ich arbeite seit 28 Jahren bei der VR Bank und durfte über die Jahre viele unterschiedliche Stationen und Abteilungen durchlaufen. Derzeit bin ich Teil des Bereichs Vertriebsma-nagement und betreue die Themen Produkt- und Omnikanalmanagement.

  • Was hat Sie dazu motiviert, für den Aufsichtsrat zu kandidieren?

    Ich möchte meine Erfahrungen und mein Engagement einbringen, um die nachhaltige Entwicklung unserer Bank zu sichern.

  • Was bedeutet es Ihnen persönlich, von den Mitarbeitenden in den Aufsichtsrat gewählt worden zu sein?

    Für mich ist die Wahl in den Aufsichtsrat vor allem ein großer Vertrauensbeweis meiner Kolleginnen und Kollegen. Es bedeutet mir viel, dass sie mir diese Verantwortung zutrauen und mich als ihre Interessenvertretung sehen.

  • Welche Erfahrungen aus Ihrem beruflichen Alltag bringen Sie in das Gremium ein?

    Durch meinen bisherigen beruflichen Werdegang habe ich praktische Einblicke in die Bedürfnisse unserer Mitarbeitenden und unserer Kunden erhalten, was mir ermöglicht, deren Perspektiven künftig im Gremium wirkungsvoll zu vertreten.

  • Welche Themen möchten Sie besonders in den Aufsichtsrat einbringen?

    Als Teil der Mitarbeitervertretung im Aufsichtsrat liegt mir eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur besonders am Herzen. Eine nachhaltige Ausrichtung – ökonomisch, ökologisch sowie sozial – ist mir ebenfalls wichtig, um langfristige Werte für unsere Mitglieder und die Region zu schaffen.

  • Was ist Ihnen für die Zukunft der VR Bank besonders wichtig?

    Für die Zukunft der VR Bank ist mir besonders wichtig, dass wir unsere genossenschaftlichen Werte – wie Kundennähe, Vertrauen und Regionalität – weiterhin konsequent leben und stärken. Gleichzeitig müssen wir die Digitalisierung aktiv gestalten, um unseren Kunden moderne und sichere Produkte und Services bieten zu können. Des Weiteren ist es wichtig, attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen – denn die Mitarbeitenden sind das Herz unserer Bank.

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Unsere Gemeinwohlbilanz

Bild von Manuela Seeholzer

Interview zur GWB-Zertifizierung

Nachhaltigkeit liegt in unserer DNA: Mit der Zertifizierung der Gemeinwohlbilanz gehören wir zu den Vorreitern in Bayern. Nachhaltigkeit ist für uns bei der VR Bank Starnberg-Zugspitze eG nicht nur ein Trend, sondern ein zentrales Element unserer Verantwortung gegenüber Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Als Genossenschaftsbank stehen wir für Werte wie Fairness, Transparenz und Solidarität – und setzen diese konsequent in unserem Handeln um.

Wir freuen uns sehr, als eine von nur zwei Banken in Bayern die Zertifizierung unserer Bilanz nach den Richtlinien der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) erhalten zu haben. Das ist die Bestätigung unseres Engagements für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung.

Im Interview gibt unsere Nachhaltigkeitsmanagerin Manuela Seeholzer spannende Einblicke in die Bedeutung der Gemein-wohlbilanz-Zertifizierung, die Beweggründe für diesen wegweisenden Schritt und unsere Pläne, wie wir als Bank auch in Zukunft einen positiven Beitrag für die Region und die Gesellschaft leisten wollen.

Manuela, erst einmal herzlichen Glückwunsch zu deiner Arbeit! Kannst du uns kurz erläutern, was diese Auszeichnung für die VR Bank Starnberg-Zugspitze eG bedeutet?
  • Vielen Dank! Die Gemeinwohlbilanz (GWB)-Zertifizierung ist für uns ein Meilenstein und eine Bestätigung, dass wir als Bank auf dem richtigen Weg sind. Sie zeigt, dass wir nicht nur wirtschaftlich erfolgreich sein wollen, sondern auch gesellschaftliche und ökologische Verantwortung übernehmen.

    Für uns bedeutet die Zertifizierung, dass wir ein klares Gesamtbild erhalten haben, wie wir unsere Werte bereits aktiv leben und in unseren Entscheidungen berücksichtigen.

    Die Gemeinwohlbilanz ist wie ein Mosaik. Wenn alle Steinchen das Gesamtbild ergeben, ist viel Wertschätzung erkennbar, für das, was ist und gute Impulse für das, was noch sein kann.

Warum hat sich die Bank nach den Prinzipien der Gemeinwohl- Ökonomie zertifizieren lassen?
  • Als Bank tragen wir eine besondere Verantwortung, nicht nur gegenüber unseren Mitgliedern, Kundinnen und Kunden, sondern auch gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt.

    Die Gemeinwohlbilanz bietet uns einen klaren und transparenten Rahmen, um unsere Aktivitäten zu bewerten und kontinuierlich zu verbessern. Sie ist ein freiwilliges Format für eine Nachhaltigkeitsberichterstattung.

    Es war eine ganz bewusste Entscheidung, ein klares Zeichen zu setzen: Wir möchten eine Bank sein, die sich nicht nur an finan-ziellen Gewinnen orientiert, sondern auch an den Werten des Gemeinwohls. Außerdem sind wir davon überzeugt, dass die Finanzbranche eine Schlüsselrolle im Wandel hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft spielt. Mit der GWB-Zertifizierung möchten wir unseren Beitrag leisten und auch andere dazu inspirieren, diesen Weg einzuschlagen.

Was genau umfasst die Gemeinwohlbilanz-Zertifizierung und wie unterscheidet sie sich von anderen Nachhaltigkeitsberichten?
  • Die Gemeinwohlbilanz-Zertifizierung ist ein ganzheitlicher Ansatz, der die klassischen Nachhaltigkeitskriterien mit dem Fokus auf grundlegende menschliche Werte betrachtet. 

    Das Herzstück ist die Gemeinwohl-Matrix, die aus der Perspektive der Werte Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und Transparenz sowie Mitentscheidung unser Handeln mit Mitarbeitenden, Kunden, Eigentümern, Lieferanten und der Gesellschaft tiefer analysiert.

    Die Gemeinwohlbilanz beinhaltet damit eine zusätzliche Komponente, die über die Sammlung von Zahlen und Fakten hinausgeht und die Wirkung auf das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellt.

Die Bank hat im Ergebnis 367 Punkte erreicht. Was ist darunter genau zu verstehen?
  • Die GWB wird auf einer Skala von -3600 bis +1000 Punkten bewertet. Null Punkte entsprechen der Erfüllung gesetzlicher Anforderungen, während Minuspunkte für schädigendes Verhalten gegenüber Umwelt und Gesellschaft vergeben werden. Die Höchstbewertung von +1000 Punkten stellt ein Ideal dar, das weder erreichbar noch zwingend erstrebenswert ist, da sich Gemeinwohl und Wirtschaftlichkeit ergänzen sollen.

    Mit 367 Punkten haben wir die Aspekte bereits strategisch verankert, zahlreiche Maßnahmen umgesetzt und die Stufe „Fortgeschritten“ vollständig erreicht. Wir bewegen uns damit in Richtung „Erfahren“.

Wo konnte die VR Bank besonders gut punkten?
  • In der Gruppe B, Eigentümer und Finanz-partner, zeigte sich, dass die genossenschaftliche Rechtsform der Bank bestens geeignet ist, um Wirtschaftlichkeit und Gemeinwohlinteressen zusammenzubringen. Dass unsere Kunden auch unsere Ei-gentümer sind und wir uns damit auf eine breite Basis stützen können, ohne Bündelung von Interessen, ist ein großer Vorteil. Es bestärkt uns darin, die Mitgliedschaft als besonderes Merkmal unserer Bank herauszustellen. 

    Der Zweck der Genossenschaft ist auch der Beitrag für das Gemeinwesen, die Förderung des sozialen Lebens. Da dies seit jeher bei uns fester Bestandteil ist, konnten wir auch hier stark punkten. Das gemeinsame Werteverständnis im gesamten genossenschaftlichen Verbund mit unseren Finanzpartnern bildet ebenso eine vertrauensvolle Basis. Auch die Tatsache, dass Banken grundsätzlich strengen regulatorischen Pflichten unterliegen und von der Bankenaufsicht geprüft werden, ist ein Vorteil, der dem Gemeinwohl dient.

In welchem Bereich kann das Engagement verstärkt werden?
  • Im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit haben wir erste Schritte unternommen, ökologische Kriterien in unserem Geschäftsbetrieb und unserer Geschäftstätigkeit zu berücksichtigen.

    Die Gemeinwohl-Bilanz hat uns jedoch gezeigt, dass wir unseren Fokus stärker auf die Wirkung legen sollten. Mit der Verfügbarkeit immer besserer Daten, z. B. zu unseren Kredit- und Anlageportfolios, sehen wir gute Chancen, uns in der nächsten Bilanz weiter zu verbessern.

Gab es eine völlig neue oder überraschende Erkenntnis?
  • Eine völlig neue Erkenntnis nicht, aber der 360°-Blick in die gesamte Bank hat nichts ausgelassen. Die freudige Überraschung war, dass nun in einem Dokument alles zusammengefasst ist, was und wie wir es tun. Vieles, was wir als selbstverständlich erachten, hat eine neue Würdigung erfahren und das ist eine große Wertschätzung. Mit Hilfe der Matrix können wir künftig einfach und schnell ablesen, auf welche Aspekte strategische Schritte eine Wirkung haben bzw. welche Maßnahmen wir priorisieren.

Welche Botschaft möchte die VR Bank mit der Gemeinwohlbilanz-Zertifizierung an ihre Kundinnen und Kunden senden?
  • Wir möchten zeigen, dass Geld Wirkung erzielt, je nachdem wie wir es einsetzen und dass Werte ein Kompass sind, gerade in unsicheren Zeiten.  Mit der GWB-Zertifizierung möchten wir unseren Ku-dinnen und Kunden die Sicherheit geben, dass sie sich für eine Bank entscheiden, die Verantwortung übernimmt für Zukunftsfähigkeit und Resilienz. Gleichzeitig möchten wir ein Vorbild sein und zeigen, dass Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können. Jede Entscheidung, die wir treffen, soll nicht nur uns, sondern auch der Gemeinschaft zugutekommen.

Was sind die nächsten Schritte in Sachen Nachhaltigkeit?
  • Die GWB-Zertifizierung ist für uns kein Endpunkt, sondern ein Anfang. Wir möch-ten weiterhin an unseren Prozessen arbeiten und neue, innovative Wege finden, um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Das passiert z.B. durch die Entwicklung von spannenden Wissensformaten oder die verstärkte Messung der Wirkung unserer Aktivitäten.


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