BERICHT DES VORSTANDS zum Geschäftsjahr 2025
BERICHT DES AUFSICHTSRATES
Die Vorstände der VR Bank Starnberg-Zugspitze eG im Interview
Thomas Vogl
„Eine Bank ist für mich dann menschlich, wenn sie in entscheidenden Momenten wirklich da ist - nicht mit Standardlösungen, sondern mit individuellem Zuhören, Orientierung und Verantwortung.“
Was war für Sie persönlich die größte Herausforderung im vergangenen Fusionsjahr?
Die eigentliche Herausforderung war nicht die Fusion an sich – sondern aus zwei starken Häusern eine gemeinsame Haltung zu entwickeln. Strukturen lassen sich schnell verbinden. Entscheidend ist, wie wir denken, entscheiden und zusammenarbeiten. Mein Anspruch war von Anfang an klar: kein Nebeneinander, kein „alt“ und „neu“, sondern ein gemeinsames Verständnis – mit klaren Prioritäten und einem verbindlichen Führungsanspruch.
Was macht eine Bank in Zukunft menschlich?
Eine Bank ist für mich dann menschlich, wenn sie in entscheidenden Momenten wirklich da ist – nicht mit Standardlösungen, sondern mit individuellem Zuhören, Orientierung und Verantwortung. Je digitaler unsere Welt wird, desto wichtiger wird genau das: Menschen, die erreichbar sind, die Verständlichkeit schaffen und klare Entscheidungen treffen. Unsere Bank soll verbindlich, klar und nahbar wirken, so dass Kunden und Mitarbeitende spüren, dass wir ihre Situation verstehen, nicht nur Vorgänge bearbeiten.
Welche Eigenschaft hat Ihnen in Ihrem Berufsleben bisher am meisten geholfen?
Am meisten geholfen hat mir die Fähigkeit, zuzuhören und daraus Klarheit zu gewinnen. Ich habe gelernt, unterschiedliche Perspek-tiven einzubeziehen und dennoch Entschei-dungen klar zu treffen. Ich erwarte auch von mir selbst, Verantwortung zu übernehmen und diese Entscheidungen transparent zu machen. Vertrauen entsteht für mich genauso: durch Klarheit, durch Verlässlichkeit – und indem man zu dem steht, was man entschieden hat.
Martin Jocher
„Vertrauen entsteht für mich genauso: durch Klarheit, durch Verlässlichkeit - und indem man zu dem steht, was man entschieden hat.“
Was hat Sie persönlich in den ersten Monaten der neuen VR Bank Starnberg-Zugspitze am meisten überrascht?
Am meisten überrascht hat mich, wie deutlich sich die Unterschiede in den Details der Systeme und Abläufe gezeigt haben. Gleichzeitig war ich beeindruckt davon, wie pragmatisch und zielorientiert die Teams mit diesen Unterschieden umgehen.
Was macht eine Bank in Zukunft menschlich?
Eine Bank ist heute und auch in Zukunft menschlich, wenn sie ihre Kunden ganzheitlich berät und dabei deren Lebenssituation sowie individuelle Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Ehrlichkeit, echtes Interesse am Wohlergehen der Kunden und eine wertschätzende finanzielle Begleitung – auch in schwierigen Zeiten – sind dabei entscheidend.
Was können junge Banker heute besser als Ihre Generation?
Am meisten geholfen hat mir die Fähigkeit, zuzuhören und daraus Klarheit zu gewinnen. Ich habe gelernt, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und dennoch Entschei-dungen klar zu treffen. Ich erwarte auch von mir selbst, Verantwortung zu übernehmen und diese Entscheidungen transparent zu machen. Vertrauen entsteht für mich genauso: durch Klarheit, durch Verlässlichkeit – und indem man zu dem steht, was man entschieden hat.
Cyrus Ahari
„Auf jeden Fall darf bei einer Neugründung ein klares und unverwechselbares Werteversprechen nicht fehlen.“
Gibt es einen besonderen Moment aus dem Fusionsprozess, an den Sie noch gern zurückdenken?
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir vor allem die Einigkeit unter den Vorständen. Dieses starke Zusammengehörigkeitsgefühl hat für mich den gesamten Prozess geprägt. Ein weiteres Highlight war die Feier mit fast allen Mitarbeitenden auf der Zugspitze – das war wirklich ein einzigartiges Erlebnis und hat den Teamgeist gestärkt.
Wenn Sie morgen eine Bank neu gründen müssten - was dürfte auf keinen Fall fehlen?
Auf jeden Fall darf bei einer Neugründung ein klares und unverwechselbares Werteversprechen nicht fehlen. Dieses Werteversprechen sollte für die Region, für die Mitglieder und für unsere Kunden gleichermaßen gelten und die Basis für unser Handeln und unsere Entscheidungen sein.
Wenn Sie Ihren Arbeitsalltag mit einem Songtitel beschreiben dürften - welcher wäre das und warum?
Der Song ‚Ein Hoch auf uns‘ von Andreas Bourani beschreibt meinen Arbeitsalltag sehr passend. Er steht für das Miteinander und den Zusammenhalt – es geht um uns als Team. Gleichzeitig erinnert er daran, sich auf sich selbst zu fixieren und optimistisch nach vorne zu blicken. Für mich ist das ein Symbol für positives Denken und den Glauben daran, dass es immer weitergeht.
Konrad Hallhuber
„Meine Erkenntnis: Es ist gar nicht so entscheidend, dass irgendwelche Planzahlen tatsächlich auch so eintreffen. Wichtiger ist die Fähigkeit, angemessen schnell auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren.“
Gab es während der Fusion einen lustigen oder ungewöhnlichen Moment, der Ihnen heute ein Schmunzeln entlockt?
Was mich rückblickend schmunzeln lässt, ist die Kurzlebigkeit von Prognosen heute. In wochenlanger Arbeit haben wir rund 160 Seiten mit Konzepten, Berechnungen, Berichten und Gutachten erstellt – unter großem Zeitdruck kontrolliert und geprüft. Verstehen Sie mich nicht falsch, das war betriebswirtschaftlich und rechtlich notwendig, um die Fusion zu realisieren: Doch wenige Monate nach diesen detailreichen Prognosen war die Welt schon wieder eine andere, viele Planansätze wurden überholt. Selbst die „neue“ Planung wurde bald von aktuellen Ereignissen im Nahen Osten eingeholt. Die Häufigkeit und Volatilität der Veränderungen nehmen zu. Meine Erkenntnis: Es ist gar nicht so entscheidend, dass irgendwelche Planzahlen tatsächlich auch so eintreffen. Wichtiger ist die Fähigkeit, angemessen schnell auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren.
Was macht eine Bank in Zukunft menschlich?
Was eine Bank in Zukunft menschlich macht, ist für mich ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beruflicher Leistung und wertschätzendem Umgang. Eine Bank kann nur dann wirklich wertschät-zend handeln, wenn sie die dafür nötigen Mittel verdient hat. Unabhängig davon ist ein höflicher, respektvoller Umgang miteinander sowie gegenseitiges Verständnis für unterschied-liche Sichtweisen stets möglich und unerlässlich.
Welche Schlagzeile über Sie würden Sie einmal gerne lesen?
Ich bin seit 43 Jahren im Bankgeschäft und habe in dieser Zeit vor allem eines gelernt: Bei den Aufsichtsbehörden und in der Presse am besten immer unter dem Radar zu bleiben. Deshalb möchte ich ehrlich ge-sagt nie eine Schlagzeile über mich lesen.
Stefan Hutter
„Wichtig ist für mich vor allem, dass künftig eher bestehende Regeln vereinfacht oder abgebaut werden, statt dass ständig neue hinzukommen.“
Was war für Sie persönlich die größte Herausforderung im vergangenen Fusionsjahr?
Für mich persönlich war die größte Herausforderung im vergangenen Fusionsjahr das Loslassen – besonders im operativen Geschäft. Es fiel mir nicht leicht, mich aus vielen direkten Aufgaben zurückzuziehen, Verantwortung abzugeben und nicht mehr in jedem Detail involviert zu sein.
Welche Bankregel wird es in 10 Jahren nicht mehr geben?
Welche Bankregel in zehn Jahren nicht mehr gelten wird, kann ich heute noch nicht sagen. Wichtig ist für mich vor allem, dass künftig eher bestehende Regeln vereinfacht oder abgebaut werden, statt dass ständig neue hinzukommen.
Wenn Sie Ihren Arbeitsalltag mit einem Songtitel beschreiben dürften - welcher wäre das und warum?
Wenn ich meinen Arbeitsalltag mit einem Songtitel beschreiben dürfte, wäre es „Don’t Stop Me Now“ von Queen. Jeden Tag gehe ich mit voller Energie und Power an die Arbeit, immer mit dem Ziel, das Beste für unsere Kunden zu erreichen. Gleichzeitig ist es mir wichtig, dabei auch Spaß und Freude an meiner Tätigkeit zu haben.
Dr. Bernhard Benz
„Die Region verbindet Lebensqualität mit wirtschaftlicher Stärke und einer vertrauten Gemeinschaft - eine ideale Basis für eine erfolgreiche Bank.“
Gab es während der Fusion einen ungewöhnlichen Moment, der Ihnen heute ein Schmunzeln entlockt?
Spannend waren für mich tatsächlich die geheimen Treffen an wirklich ungewöhnlichen Orten, oft irgendwo im Nirgendwo außerhalb des Geschäftsgebietes. Dennoch haben diese Treffen eine Basis geschaffen und geholfen, konzentriert wichtige Entscheidungen vorzubereiten. In meinem Heimatort Krün wurde übrigens der wegweisende Aufsichtsratsbeschluss der Altbank Werdenfels eingetütet.
Wenn Sie morgen eine Bank neu gründen müssten - was dürfte auf keinen Fall fehlen?
Wenn ich morgen eine Bank neu gründen müsste, dürfte ein Geschäftsgebiet zwischen Starnberg und Zugspitze nicht fehlen. Die Region verbindet Lebensqualität mit wirtschaftlicher Stärke und einer vertrauten Gemeinschaft – eine ideale Basis für eine erfolgreiche Bank.
Welche Schlagzeile über Sie würden Sie gern einmal lesen?
Gemeinsam zum Titel: Das Team der VR Bank Starnberg-Zugspitze krönt sich im Finale nach dem Elfmeterschießen zum bayernweiten Fußballmeister der GenoSommerspiele.
Zahlen, Daten, Fakten
Bilanz 2025
Bilanz 2025 ic_diagramm_steigend_96Gewinn- & Verlustrechnung 2025
ic_diagramm_steigend_96Interviews mit dem Aufsichtsrat
Seit wann sind Sie bei der VR Bank tätig und in welchem Bereich arbeiten Sie?
Im September 2013 habe ich bei der VR Bank als Gewerbe- und Firmenkundenbetreuer begonnen. Danach war ich als Leiter Bauen&Wohnen tätig. Seit 2024 habe ich unseren neuen Bereich GenerationenBeratung gestartet.
Was hat Sie dazu motiviert, für den Aufsichtsrat zu kandidieren?
Da ich ehrenamtliches Engagement sehr wichtig finde und dies auch lebe, musste ich nicht lange überlegen und habe kandidiert.
Was bedeutet es Ihnen persönlich, von den Mitarbeitenden in den Aufsichtsrat gewählt worden zu sein?
Dieses Vertrauen unserer Kolleginnen und Kollegen bedeutet eine große Verantwortung für mich.
Welche Erfahrungen aus Ihrem beruflichen Alltag bringen Sie in das Gremium ein?
Aufgrund meiner Tätigkeit im gesamten Geschäftsgebiet bin ich nah an Kolleginnen und Kollegen und unseren Kunden. Vor allem die strategische, langfristige Sichtweise will ich in das Gremium mitbringen.
Welche Themen möchten Sie besonders in den Aufsichtsrat einbringen?
Arbeitgeberattraktivität, gutes Betriebsklima und Zukunftsthemen.
Was ist Ihnen für die Zukunft der VR Bank besonders wichtig?
Die VR Bank ist genauso gut wie die Leis-tungen aller Mitarbeitenden. Sie sind das Gesicht der Bank vor Ort und in der Region. Produkte sind austauschbar. Wir wollen die Bank langfristig sichern und zukunftsfähig machen.
Seit wann sind Sie bei der VR Bank tätig und in welchem Bereich arbeiten Sie?
Ich arbeite seit 28 Jahren bei der VR Bank und durfte über die Jahre viele unterschiedliche Stationen und Abteilungen durchlaufen. Derzeit bin ich Teil des Bereichs Vertriebsma-nagement und betreue die Themen Produkt- und Omnikanalmanagement.
Was hat Sie dazu motiviert, für den Aufsichtsrat zu kandidieren?
Ich möchte meine Erfahrungen und mein Engagement einbringen, um die nachhaltige Entwicklung unserer Bank zu sichern.
Was bedeutet es Ihnen persönlich, von den Mitarbeitenden in den Aufsichtsrat gewählt worden zu sein?
Für mich ist die Wahl in den Aufsichtsrat vor allem ein großer Vertrauensbeweis meiner Kolleginnen und Kollegen. Es bedeutet mir viel, dass sie mir diese Verantwortung zutrauen und mich als ihre Interessenvertretung sehen.
Welche Erfahrungen aus Ihrem beruflichen Alltag bringen Sie in das Gremium ein?
Durch meinen bisherigen beruflichen Werdegang habe ich praktische Einblicke in die Bedürfnisse unserer Mitarbeitenden und unserer Kunden erhalten, was mir ermöglicht, deren Perspektiven künftig im Gremium wirkungsvoll zu vertreten.
Welche Themen möchten Sie besonders in den Aufsichtsrat einbringen?
Als Teil der Mitarbeitervertretung im Aufsichtsrat liegt mir eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur besonders am Herzen. Eine nachhaltige Ausrichtung – ökonomisch, ökologisch sowie sozial – ist mir ebenfalls wichtig, um langfristige Werte für unsere Mitglieder und die Region zu schaffen.
Was ist Ihnen für die Zukunft der VR Bank besonders wichtig?
Für die Zukunft der VR Bank ist mir besonders wichtig, dass wir unsere genossenschaftlichen Werte – wie Kundennähe, Vertrauen und Regionalität – weiterhin konsequent leben und stärken. Gleichzeitig müssen wir die Digitalisierung aktiv gestalten, um unseren Kunden moderne und sichere Produkte und Services bieten zu können. Des Weiteren ist es wichtig, attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen – denn die Mitarbeitenden sind das Herz unserer Bank.